Vereinsgründung

In einer sehr geselligen Januarnacht im Gasthaus Rebstock, am 29.01.2002, überkam einige Bischoffinger eine geniale Idee. Sie nahmen sich vor in Bischoffingen eine Narrenzunft zu gründen, was schriftlich festgehalten und von allen Anwesenden (6 Personen) unterschrieben wurde. Man war sich natürlich auch im Klaren in Bischoffingen nicht nur Freunde dieser, für eine evangelische Ortschaft etwas außergewöhnlichen Idee, stoßen würde. Aber als letzter „narrenloser“ Stadtteil von Vogtsburg stellte man sich dieser Herausforderung sehr gerne.

Am 27.03.2002 fand dann die mit großer Spannung herbeigesehnte Gründungsversammlung im Gasthaus Rebstock in Bischoffingen statt. Der Einladung folgten 23 Narrenanwärter, die zur Einstimmung auf närrische Zeiten einen Linseneintopf als Spende des Rebstockwirts serviert bekamen. Bei der Namensgebung waren sich alle Anwesenden auf Anhieb einig den Verein „Linseränze Bischoffingen“ zu nennen. Für Nicht-Insider sei dazu erklärt, dass in Bischoffingen laut Erzählungen früher Linsen angebaut (Linsenbuck) und vor allem gegessen wurden. Dies führte wohl in früheren Zeiten dazu, dass die Bischoffinger den Übernamen „Linseränze“ hatten.

Die ersten Wahlen in der Geschichte der Linseränze ergaben folgendes: 1. Vorsitzender: Sven Ernst 2. Vorsitzender: Bernd Sacherer Rechner Uwe Rettberg Schriftführerin Elke Göring Beisitzer Daniela Klaus, Jürgen Rieflin, Friedbert Würz

Anschließend wurde dann auch noch über die verschiedenen Möglichkeiten eines Häs und eines Linseränzeliedes diskutiert. Für den 15.05.2002 wurde dann ein Treffen angesetzt um die bereits vorhandenen und die bis dort noch entstehenden Ideen eventuell in die Tat umzusetzen. Musikalisch, mit Sven Ernst am Akkordeon, ging die 1. Bischoffinger Narrenversammlung zu Ende. Es waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass dieser Verein schon viel früher hätte gegründet werden müssen. Mit dem heutigen, denkwürdigen Abend war die „letzte närrische Lücke“ der Stadt Vogtsburg geschlossen.

Unser Häs

Am 17. Juli 2002 wurde dann das Häs der Bischoffinger Linseränze am lebenden Objekt vorgestellt, das unter der maßgeblichen Federführung von Elke Göring und Brigitte Gabele entstand. Es stieß auch bei allen Mitgliedern auf große Zustimmung und wird ab dem heutigen Tag in Produktion gehen.

Erste Veranstaltungen

Wir waren nun bereit für unseren ersten offiziellen Einsatz als Linseränze Bischoffingen und bewarben uns auch gleich um die Ausrichtung des Narrentreffens der Vogtsburger Narrenneschder, da dies wohl den besten Rahmen darstellt uns in das fasnächtliche Getümmel zu stürzen und uns der Vogtsburger Narrenschar offiziell vorzustellen. Die Zusage unseres Bürgermeisters Herrn Schweizer lies auch nicht lange auf sich warten, da auch er sich freute die Vogtsburger Narrenschar nun komplett zu haben. Somit fand am 1. März 2003 das Vogtsburger Narrentreffen zum ersten Mal in Bischoffingen statt, was trotz ungläubiger Blicke einiger Bischoffinger Bürger zum vollen Erfolg wurde. Das war für uns ein wirklich historisches Ereignis.

Seit dem Jahr 2004 findet unser Hemdklunkerumzug mit Aufstellen des Narrenbaums mit Unterstützung der Winzerkapelle und der freiwilligen Feuerwehr statt. Des Weiteren veranstalten wir am Fasnachtsfreitag unseren Linseränzeball mit der Wahl des Linsen-Prinzen-Paars.

Seit dem Jahr 2005 kam dann noch das Scheibenschlagen dazu, welches immer am Samstag nach Fasnet stattfindet.

Beim 2. Bischoffinger Linseränzeball am 04.02.2005 übernahm der Bürgermeister der Stadt Vogtsburg, Herr Gabriel Schweizer, die ehrenvolle Aufgabe die Patenschaft zwischen uns „Linseränze“ und dem „Bickensohler Kuckucksnäscht“ zu besiegeln. Somit dürfen wir mit Stolz berichten dass wir nun auch eine „Gotti“ haben.

Beim Linseränze-Jubiläumsball zum 11jährigen unserer Narrenzunft war es dann endlich soweit. Das Krottenbach-Kaos Vogtsburg stand als weiterer Pate bereit und ist jetzt unser „Getti“.

 

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